Unsere Maßnahmen gegen eine Virusverbreitung!

Wir tun unser Bestes, um den Bedenken hinsichtlich der Virusverbreitung immer einen Schritt voraus zu sein!

Zusätzlich zu unserer achtsamen täglichen Reinigungsroutine treffen wir alle empfohlenen Vorsichtsmaßnahmen, um sicherzustellen, dass unsere Studios eine hygienische und gesunde Umgebung bleiben. Wir reinigen unsere Matten, Hilfsmittel und die Studios gründlich.

Hier einige zusätzliche Tipps für Dich:

1. Bringe bitte Deine eigene Matte mit  – obwohl alle unsere Mietmatten desinfiziert werden!

2. Wasche Deine Hände gründlich – sowohl vor als auch nach dem Üben.

3. Bleibe bitte zu Hause, wenn Du Dich nicht gut fühlst. Wir werden Dich vermissen, aber Deine Gesundheit hat für uns oberste Priorität!

Es gibt viele Möglichkeiten, um Deine Immunität zu stärken – Yoga ist eine davon! Folgend findet Du Tipps für ein starkes Immunsystem sowie Details zur Kapalabhati-Atmung. Sie ist ein Instrument, das die Atemwege belebt, die Lunge reinigt und das Risiko von Atemwegserkrankungen verringert. Der Körper hat die göttliche Fähigkeit zu heilen und zu schützen.

Wir sind hier, um einen sicheren Raum dafür zu bieten!

Yoga, Meditation und Atemübungen für ein starkes Immunsystem!Yoga, Meditation und Atemübungen für ein starkes Immunsystem!

Dutzende, schniefende, niesende Menschen um Dich herum. Hast Du Dich schon gefragt, was eines der üblichen Muster dafür sein kann?

Die Chancen stehen gut, dass viele dieser Menschen, bevor sie an Erkältung oder Grippe erkranken, viel Stress z.B. im Job haben, unausgewogen essen und zu wenig schlafen. Obwohl dies nicht immer der Fall ist, berichten viele Menschen, dass diese Winterprobleme in stressigen Zeiten auf sie zukommen, wenn sie sich zu sehr anstrengen.

Und es scheint, dass die Wissenschaft diese Beobachtung stützt. Laut William Mitchell, N.D., einem in Seattle ansässigen Virologen, der an der Bastyr University unterrichtet, zeigen Studien, dass viele Viren und Bakterien ruhig in uns leben, bis etwas in der inneren Umgebung des Körpers aus dem Gleichgewicht gerät. Dann sammeln sie sich und greifen an.

Wie viele langjährige Yogis bezeugen können, bietet die Asana-Praxis ein sanftes, natürliches Mittel, um das Immunsystem täglich zu unterstützen – egal wie hektisch Dein Zeitplan sein mag. Yoga hilft dabei:

  • Stresshormone zu senken, die das Immunsystem beeinträchtigen
  • Die Lunge und die Atemwege zu trainieren.
  • Das Lymphsystem anzuregen und Giftstoffe aus dem Körper zu entfernen.
  • Die verschiedenen Organe mit sauerstoffhaltigem Blut zu versorgen, um ihre optimale Funktion sicherzustellen.

Im Gegensatz zu Sport und anderen Bewegungsarten, die sich nur auf bestimmte Körperteile konzentrieren, wirkt Yoga auf alles!

Es gibt eine Reihe von Yogahaltungen, die einem Praktizierenden helfen können, eine Erkältung zu überstehen. Zum Beispiel unterstützt die Kurmasana (Schildkrötenpose) die Thymusdrüse. Adho Mukha Svanasana (herabschauender Hund) fördert die Durchblutung der Nebenhöhlen.

Wenn Du Deine Bronchien stimulieren möchtest, übe Ustrasana (Kamelhaltung), Gomukhasana (Kuhgesichtspose) und Balasana (Kindhaltung) mit ausgestreckten Armen und Bhujangasana (Kobrahaltung) um die Brust und zu öffnen und Lungenentzündungen zu verhindern.

Solltest Du jedoch an einer Grippe erkranken, ist es am besten, überhaupt kein Yoga zu praktizieren, da die Krankheit absolute Ruhe erfordert.

Die Yoga-Tradition legt aber auch nahe, dass Erkältungen und Grippe auf eine schlechte Verdauung oder ein Energieungleichgewicht im Verdauungstrakt zurückzuführen sind.  Eine schlechte Verdauung verursacht die Bildung von Toxinen, die sich wiederum überall im Körper als Krankheit manifestieren. Yogahaltungen, die den Bauch sanft zusammendrücken, verdrehen oder verlängern, können bei einer Vielzahl von Verdauungsbeschwerden helfen.

Die Kraft von Pranayama

Während die Asanas den Eckpfeiler der Infektionsprävention bilden, hören die Vorteile von Yoga hier nicht auf. Da sowohl Erkältungen als auch Grippe die Bronchien angreifen, ist es sinnvoll, dass die Lunge und die Maximierung der Atemkapazität durch Pranayama das Immunsystem aufbauen.

Erkältungs- und Grippeinfektionen, Allergien, Asthma und andere chronische Atemwegserkrankungen sind aufgrund unregelmäßiger Atemgewohnheiten direkt mit einer geschwächten Immunantwort verbunden.

Atemübungen – insbesondere die schnelle Bauchatmung (Kapalabhati – mehr dazu siehe Erklärung unten) erhöhen den Widerstand Deiner Atemwege, während die Nasenspülung (Neti) und die Atmung mit alternierendem Nasenloch (Nadi Shodana) den Widerstand Deiner Nebenhöhlen erhöhen.

Übrigens: Jüngste Erkenntnisse aus einer Studie der Penn State University mit 294 College-Studenten unterstützen dies. Diejenigen, die täglich mit Kochsalzlösung spülten, zeigten eine signifikante Verringerung der Erkältungshäufigkeit.

Meditation hilft!

Meditation reduziert auch das Auftreten von Infektionskrankheiten, indem sie Körper und Geist entlastet. Zahlreiche Untersuchungen haben gezeigt, dass nur 20 Minuten Meditation pro Tag die Endorphine erhöhen, den Cortisolspiegel senken und positive Geisteszustände fördern, um eine bessere Gesundheit herzustellen.

Wie beginnt man ein immunstärkendes Yoga-Programm?

Wenn Du bereits mit Yoga begonnen hast, stärkt es jetzt schon Dein Immunsystem.
Wenn Du jedoch zusätzliche Schritte unternehmen möchtest, um eine Infektion zu vermeiden, übe modifizierte Versionen von Vorwärts- und Rückwärtshaltungen und Drehungen, die das Immunsystem unterstützen und stärken können.

Die Kapalabhati-Atmung

„Reinige Deine Atemwege, entschlacke Deinen Körper und genieße die belebende, in den Kopf aufsteigende Energie.“

Willkommen bei Kapalabhati, dem reinigenden Atem des Yoga. Im Gegensatz zur natürlichen Atmung liegt hier der Fokus auf der aktiven, kraftvollen Ausatmung. Die Einatmung ist passiv und reflexhaft. Kapalabhati ist Atmungs- und Reinigungstechnik in einem und bedeutet wörtlich „Schädel-Leuchten“.  Diese Technik erleuchtet den Schädel, indem Energie bei jeder Ausatmung bewusst stimuliert nach oben geleitet wird. Anatomisch entsteht durch Reibung der Wände der Atemwege eine elektrische Aufladung der Luftröhre, die als elektrischer Fluss aufwärts strebt. Auf der energetischen, feinstofflichen Ebene wird die Lebensenergie (Prana) durch das Sushumna Nadi (Energiekanal der feinstofflichen Wirbelsäule) nach oben Richtung Ayna Chakra gelenkt (das sechste der sieben Hauptchakras). Ayna heißt: befehlen, steuern, wahrnehmen. Das Ayna Chakra wird auch als Drittes Auge, als Auge der Intuition bezeichnet. Das gesamte Gehirn wird bei Kapalabhati belebt und die schlafenden Zentren aufgeweckt, die verantwortlich für die subtile, feine Wahrnehmung sind.

Die Hatha Yoga Pradipika zählt Kapalabhati zu den sechs Reinigungsübungen „Shat Karma Kriyas“ (Shat= sechs, Karma= Handlung, Kriya= Reinigung), die Verunreinigungen und Hindernisse im Körper beseitigen sollen (HYP, 2.Kap., Vers 35). Der reinigende Effekt kommt zustande, weil durch die beschleunigte Ausatmung abgestandene Gase (vermehrt Kohlendioxid) aus der Lunge beseitigt werden, sozusagen abgeatmet werden. Solange das als Abfallprodukt der Zelle entstehende Kohlendioxid in Form von Kohlensäure im Blut gelöst zirkuliert, ist es ein Stoff, der den Körper als Stoffwechsel-Schlacke belastet. Je höher die Konzentration, umso mehr verschiebt sich der PH-Wert des Blutes zum Übersäuern. Wir werden regelrecht innerlich sauer, was uns anfälliger macht für Erkrankungen und den Zellabbau und damit den Alterungsprozess beschleunigt. In der täglichen Yogapraxis soll Kapalabhati vor allem dabei helfen, den Organismus regelmäßig zu entschlacken.

In der Praxis des Pranayama unterstützt Kapalabhati das Einüben und Erfahren von Atempausen (Kumbhaka – dem großen Innehalten im Strom des Lebens). Unser Atemzentrum mit Sitz im verlängerten Rückenmark in der Tiefe des Hinterkopfes misst über Chemorezeptoren ständig das Gasgemisch in unserem Blut (Verhältnis der Gase Sauerstoff und Kohlendioxid) und steuert ganz autonom die Häufigkeit und Intensität unserer Atmung. Wenn wir durch Kapalabhati sehr viel Kohlendioxid abgeatmet haben – und zudem gleichzeitig genug Sauerstoff in unserem Blut kreist – dann wirken kurzzeitig weniger Impulse des Atemzentrums im Sinne der Einatmung. Wir verspüren nach einigen Runden Kapalabhatis in der Regel keinerlei Bedürfnis zur Einatmung. Es entsteht somit ein natürliches Innehalten der Atmung, die wir nicht „machen“ müssen, sondern die sich von alleine einstellen. Unser Geist erfährt den Umgang des Nicht-Atmens, den Zustand der Atemleere auf sanfte Weise und erlernt Gleichmut zu bewahren in einer Situation, die er sonst schnell als bedrohlich und existenziell einstufen könnte (Schwächung des Kleshas Abhinivesha – der Angst vor dem Tod). Insofern wird Kapalabhati zu einem wichtigen Bestandteil der Vorbereitung zum Üben der klassischen Pranayamas.

Und so geht es!

Stell Dir vor, wie Dein Atem sanft an Deinen Naseninnenwänden entlang gleitet und sich Deine Bauchdecke mit jeder Einatmung ganz natürlich wölbt und mit der Ausatmung wieder senkt. Dein tiefer, gleichmäßiger Atemrhythmus ist bewusst, ruhig und entspannt. Mit der nächsten Einatmung lässt Du nur die Hälfte der Luft in Deinen Körper fließen, dieser Punkt sollte sich für Dich angenehm anfühlen. Führe eine Serie von 20 bis 50 scharfen, starken Ausatemstößen durch – als ob Du Dir die Nase putzt. Deine Bauchdecke zieht mit jedem Ausatmungsschnaufen gefühlt nach innen und oben und entspannt sich abrupt mit der Einatmung. Wobei die Luft von ganz allein wieder in den Körper strömt – Vakuum-Effekt. Die Aktion ist vergleichbar mit dem Blasebalg eines Schmiedes, bei der die Ausatmung betont wird und eine kurze Einatmung ganz von selbst als Reaktion auf die Ausatmung entsteht. Atme danach wieder für ein paar Atemzüge ganz natürlich und gleichmäßig ein und aus und fahre dann mit der nächsten Runde fort. Klassisch zum Anfang sind 3 Runden.

Nach längerem Üben von Kapalabhati kann sich ein Zustand leichter Benommenheit einstellen. Der Geist kommt zur Ruhe, man „schaltet quasi ab“, aber das mit einer äußerst wachen und feinen Wahrnehmung. Diese wache und friedvolle Ruhe im Hier und Jetzt ist eine sehr gute Vorbereitung zur Meditation.

Worauf solltest Du beim Üben von Kapalabhati achten?

  • Übe in einem bequemen, aufrechten Sitz (z.B. Siddhasana) oder im Stehen mit z.B. leicht angewinkelten, gegrätschten Beinen und vorgebeugten Oberkörper/ die Hände liegen auf den Knien.
  • Halte Deinen Oberkörper und Kopf bestmöglich unbewegt; einzig die Bauchdecke ist aktiv.
  • Beende die Übung, wenn Du merkst, dass Du zu ermüden beginnst, und spüre noch eine Weile nach.
  • Lass Dich in die Atemstille hinein gleiten und genieße die wache, friedvolle Ruhe.
  • Vorsicht ist geboten bei Neigung zu Schwindel (Drehschwindel etc.)
  • Übung macht den Meister!

Du solltest Kapalabhati nicht üben bei:

  • allen Entzündungen im Bauchraum
  • hohem Blutdruck
  • Schwangerschaften und Monatsblutungen
  • schweren Herz-Kreislauf-Störungen
  • Herzklappenfehlern

Wirkungen von Kapalabhati

Abhängig von Intensität und Dauer des Übens lassen sich folgende, wesentliche Benefits beobachten:

  • Belebung von Körper und Geist
  • Starke Aktivierung des Stoffwechsel- und Entschlackungsvorgänge
  • Stärkung des Zwerchfells und der Atemhilfsmuskeln (z.B. Bauchmuskeln)
  • Reinigung der Lungen und Bronchien
  • Starke Durchlüftung der Nasennebenhöhlen
  • Vorbeugend gegen Heuschnupfen, Asthma und Erkältungskrankheiten
    Abbau von Müdigkeit und Depressionen
  • Stärkung der inneren Kraft und Freude
  • Massage von Herz, Leber und Magen
  • Starke Durchlüftung der Nasennebenhöhlen
  • Vorbeugend gegen Heuschnupfen, Asthma und Erkältungskrankheiten
  • Abbau von Müdigkeit und Depressionen
  • Massage von Herz, Leber und Magen
  • Stärkung der inneren Kraft und Freude

 

Bleib gesund! Namaste Andrea & Dirk